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Im NSW übernimmt heute ein Kernsystem die Entgegennahme, Aufbereitung und Bereitstellung der Meldedaten. Die Daten werden von externen Anwendungen (Hafeninformationssysteme, Web-Meldeclient) an das Kernsystem geleitet bzw. von Behördenseite in Form von Nachrichten abgerufen.

Dieser Ansatz wurde bei der Entwicklung des NSW-Plus Konzeptes übernommen. Es wurde ein Kernsystem spezifiziert, das aus einem Webserver, einem Datenbanksystem und einer Programmierschnittstelle (API) besteht. Die API kann von Anbietern genutzt werden, um eigene Anwendungen zur Dateneingabe und -ausgabe zu entwickeln. Um hierbei die Einhaltung der Schnittstellen- und Sicherheitsstandards sicherzustellen, werden neue Anwendungen vom NSW-Plus Betreiber zertifiziert.

Im NSW werden für jeden Typ von Meldung die dafür benötigten Informationen in sogenannten Meldeklassen definiert und zusammengefasst. Die heute im NSW vorhandenen Meldeklassen wurden um weitere NSW-Plus-spezifische Meldeklassen ergänzt. Das Prinzip des einen Meldeweges (alle Informationen, egal an welchen Empfänger, werden an eine Stelle gesendet) wird auch in NSW-Plus beibehalten.

Detailliertere Informationen zum Konzept rund um das Kernsystem finden Sie hier: NSW-Plus System

Im Gegensatz zur gesetzlich vorgegebenen Funktionalität des NSW besteht auf Seite des NSW-Plus ausgangsseitig erheblich mehr Flexibilität. Für eine Weiterverarbeitung können Daten über eine Datenschnittstelle für andere Systeme direkt abrufbar gemacht werden (machine to machine, M2M). Mittels eines Frontends, bspw. einer Webanwendung oder einer lokal installierten Anwendung, können die Daten für Anzeige oder Auswertung aufbereitet werden.

Ein Beispiel für eine solche Anwendung ist das vom FKIE entwickelte Human-Machine-Interface (HMI) für das Havariekommando, welches in einem Demonstrator für die Pilotanwendung „Integration von Ladungsdaten Import/Export“ umgesetzt ist.

Detailliertere Informationen zu diesem Demonstrator finden Sie hier: NSW-Plus Demonstrator

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